Infopost Ausgabe 9

             Ausgabe 9 | 2025     Bund-Länder-Programm Sozialer Zusammenhalt Nied

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INHALTE

Natürlich Nied
Sauber. Schnell. Nied.: Der neue Kippensauger zum Ausleihen

Projektberichte

#46 Update Park Nied-Süd - Ortsbeirat stimmt Planung zu

Einblicke
Parkraumverstösse in Nied - Ein Erfahrungsbericht 

Bewohnergruppen
Lebendiger Adventskalender
Zum Nikolaus in der Lebensmittelausgabe CARIMA

Fachgruppe Müll
Eindrücke vom World Cleanup Day in Nied

Zu Besuch bei ...
Ehrenamtliche "Sozialberatung im Frankfurt/ Nied"

Sprechstunden Quartiersmanagement

Termine und Verschiedenes

Liebe Niederinnen und Nieder,

in Nied passiert immer etwas! Auch in dieser Ausgabe unseres Newsletters gibt es wieder viel zu erfahren. Von praktischen Helfern, wie dem neuen Kippensauger, über den Fortschritt der Parkanlage Nied-Süd, bis hin zu Einblicken in das Miteinander unserer Nachbarschaft: Wir berichten über einiges, was unseren Stadtteil bewegt.

Lesen Sie von den Aktionen für alle, wie dem Lebendigen Adventskalender, Eindrücken vom World Cleanup Day, und Geschichten aus dem Ehrenamt, die zeigen, wie viel Engagement und Zusammenhalt in Nied steckt.

Wir wünschen Ihnen, Ihren Familien, Freunden und Nachbarn eine schöne Adventszeit, besinnliche Weihnachtsfeiertage und einen guten Start in das Jahr 2026. 

Ihr Kernteam

 
 Marja Glage
 Quartiersmanagerin
Caritasverband Frankfurt 

Felix Scharbert 
Projektleiter 
Stadtplanungsamt 

Paul Richter 
Projektleiter 
Stadtplanungsamt 

Jan Thielmann
 Projektsteuerer
ProjektStadt | Integrierte Stadtentwicklung

NATÜRLICH NIED
SAUBER. SCHNELL. NIED.: DER NEUE KIPPENSAUGER ZUM AUSLEIHEN

Ein sauberer Stadtteil entsteht nicht nur durch große Projekte, sondern vor allem durch Menschen, die bereit sind, einen kleinen Beitrag zu leisten. In Frankfurt-Nied steht dafür nun ein praktisches Werkzeug bereit: der Kippensauger zur unkomplizierten Ausleihe. Er ermöglicht eine moderne, effiziente und rückenschonende Art, Zigarettenstummel im öffentlichen Raum zu entfernen.

Wie wirkungsvoll das Gerät ist, zeigt ein aktueller Einsatz in Nied-West. Dort nutzte der engagierte Bürger Claus-Dieter Bauer den Sauger – mit überzeugendem Ergebnis: „Innerhalb einer halben Stunde habe ich ca. 200 Zigarettenstummel eingesaugt. Ein enormer Zeitgewinn.

Bücken und mühsames Aufpicken mit einer Müllzange entfällt und man kommt mit dem Saugrohr auch an sonst schwer zugängliche Ecken und Winkel.“ Sein Fazit fällt klar aus: „Alles in allem eine lohnende Anschaffung.“

Der Kippensauger sorgt für ein unmittel-bares Erfolgserlebnis: Schon nach kurzer Zeit wirkt ein Bereich wesentlich ge-pflegter. Die Handhabung ist leicht, ein Tragegurt sorgt für Komfort und dank der stoßweisen Nutzung bleibt die Geräuschbelastung gering.

Wer selbst aktiv werden möchte, kann den Kippensauger problemlos ausleihen – und erleben, wie motivierend es ist, das eigene Umfeld sichtbar zu verbessern.

Für ein saubereres Nied – mach mit und probiere den Kippensauger selbst aus!

Der Kippensauger im Einsatz in Frankfurt Nied macht
offenbar auch viel Spaß (Foto: Claus-Dieter Bauer)

PROKEKTBERICHTE

#46 UPDATE PARK NIED-SÜD - ORTSBEIRAT STIMMT PLANUNG ZU

Der Ortsbeirat 6 – zuständig für den Frankfurter Westen – hat in seiner Sitzung am 25. November der Entwurfsplanung zur Neugestaltung der Parkanlage Nied-Süd einstimmig seine Zustimmung gegeben. Die Planung wurde auf Basis einer umfangreichen Bürgerbeteiligung entwickelt.

Gelobt wurde die Qualität der Planung. Bei drei Themenbereichen gab der Ortsbeirat Anmerkungen mit auf den Weg. Dabei geht es um den Entfall der bisher geduldeten Parkmöglichkeiten am Ende der Landauer Straße, die Schaffung einer öffentlichen Toilette, sowie die Einrichtung eines Trinkbrunnens. Die Mitglieder des Ortsbeirates sprachen dazu eine Anregung zur Überprüfung dieser Punkte aus.

Die Niederschrift zur gesamten Sitzung mit den gestellten und beschlossenen Anträgen kann im Parlamentarischen Informationssystem (PARLIS) der Stadt Frankfurt am Main unter folgendem Link eingesehen werden:

Im Laufe des nächsten Jahres wird eine Bau- und Finanzierungsvorlage zu dem Projekt in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Nach einer Zustimmung kann mit der Ausführungsplanung begonnen werden. Das Projekt wird im Rahmen des Städtebauprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ zu zwei Dritteln gefördert.

Im Ortsbeirat vorgestellte Entwurfsplanung (Quelle: Landschaftsplanungsbüro RMP SL)

 

EINBLICKE

PARKRAUMVERSTÖSSE IN NIED – EIN ERFAHRUNGSBERICHT

Während zu Zeiten der Kelten und Römer die wichtige Handelsroute Antsaniva („Hohe Straße“) durch Nied noch überwiegend zu Fuß, mit Handkarren oder Fuhrwerken genutzt wurde, hat sich dieses Bild heute massiv gewandelt. Sind uns aus der damaligen Zeit keine verkehrlichen Probleme aktenkundig, so hat sich durch die Fahrzeugzunahme die Verkehrsdichte bis heute massiv erhöht, was mit einem überlasteten Verkehrsraum und häufigen Parkverstößen einhergeht.

Anlass und Identifizierung der wichtigsten Kontrollbereiche

Im Rahmen der Beiratssitzungen "Soziale Stadt Nied" am 31. Oktober 2024 und 5. Mai 2025 wurden auf Initiative des Beirates verschiedene Örtlichkeiten diskutiert, an denen gegen die einschlägigen Parkregelungen der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) verstoßen wird.

Letztlich wurden durch den Beirat drei Gebiete im Siedlungsteil Alt-Nied, der Büchersiedlung und in Nied-Süd identifiziert und empfohlen, an denen Sonderkontrollen durchgeführt werden sollten. Die Wahl fiel auf diese Viertel, da sie zum einen besonders sicherheitsrelevant sind – u.a. als Schulwege. Zum anderen besteht dort aufgrund der Einbahnstraßenregelungen bzw. der Ringerschließung nur wenig Durchgangsverkehr. Die dort Parkenden – überwiegend Anwohnende oder Gewohnheitsparker – sollten aus den Verwarnungen ihre Folgen ziehen und somit die Kontrollen eine möglichst große Wirkung entfalten.

Schwerpunktkontrollen in Alt-Nied, der Büchersiedlung und Nied-Süd

Die Schwerpunktkontrollen durch die Städtische Verkehrspolizei erfolgten von Anfang März bis Mitte Oktober 2025.

In Alt-Nied fanden in diesem Zeitraum an 33 Tagen Kontrollen statt. Dabei wurden 205 Parkverstöße, überwiegend in der Franz-Simon-Straße, Lotz- und Sauerstraße zur Anzeige gebracht. Zumeist lag verbotswidriges Parken auf dem Gehweg vor (Verstoß gegen § 12 Abs. 4 Satz 1 StVO), sowie die Missachtung des Parkverbots bis zu fünf Metern vor und hinter Kreuzungen und Einmündungen (§ 12 Abs. 3 Nr. 1 StVO). 38 Fahrzeuge mussten wegen grober, verkehrsgefährdender oder -behindernder Verstöße abgeschleppt werden. Dies trat überwiegend in Kreuzungs- und Einmündungsbereichen auf. Die Ursache war meist das Zuparken von Gehwegen oder das Parken im Haltverbot. Besonders das Parken in Einmündungen stellt ein erhebliches Verkehrssicherheitsrisiko dar, weil wichtige Sichtachsen verdeckt werden. Die bundeseinheitliche Sanktionshöhe von zehn Euro für den Grundtatbestand wird diesem Risiko jedoch auch aus Behördensicht in keiner Weise gerecht. Beim Gehwegparken beträgt das Bußgeld beispielsweise 55 Euro. Des Weiteren war ein E-Scooter unter Missachtung der Sorgfaltspflichten (§ 1 Abs. 2 StVO) derart auf dem Gehweg platziert, dass nicht nur der Verstoß angezeigt wurde, sondern dieser kostenpflichtig umgestellt werden musste.

In der Büchersiedlung in Nied-Nord gab es im März, April und September an 16 Tagen Sonderkontrollen. Hierbei wurden 67 Parkverstöße angezeigt, vor allem wegen verbotswidrigen Parkens außerhalb gekennzeichneter Parkflächen im Verkehrsberuhigen Bereich in der Therese-Herger-Anlage (Zeichen 325, sogenannte Spielstraße) und Gehwegparkverstöße im Ferdinand-Scholling-Ring. Die Sanktionshöhe liegt auch hier bei zehn Euro). Zwei Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden, darunter ein dauergeparkter Kfz-Anhänger (Verstoß gegen § 12 Abs. 3b StVO). Die Straßen dieser Siedlung sind alle als Schulwege deklariert. Die Zuständigkeit liegt hierfür beim Stadtschulamt, Anregungen sollten über die einzelnen Schulen erfolgen.

In Nied-Süd erbrachten 47 Kontrolltage sogar 574 Anzeigen. Schwerpunkt waren Gehwegparkverstöße in der Landauer Straße. Die vier durchgeführten Abschleppungen betrafen vor allem Fahrzeuge, die in oder vor einer Feuerwehrzufahrt geparkt waren (§ 12 Abs. 1 Nr. 5 StVO). Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass das Parken auf dem Gehweg grundsätzlich verboten ist, es sei denn, es ist durch Zeichen 315 oder eine Bodenmarkierung erlaubt. Verstöße mögen zwar an vielen Stellen in Wohngebieten aus verschiedenen Gründen geduldet sein, aber dennoch muss stets damit gerechnet werden, dass Behörden einschreiten.

Insgesamt betrachtet entfielen auf die 846 Anzeigen je 37 Prozent auf das verbotswidrige Parken auf dem Gehweg und auf das Parken im Haltverbot (Zeichen 286 und 283). Sechs Prozent alle Ordnungswidrigkeiten zeichnete sich durch das Ignorieren der Grenzmarkierungen für Halt- oder Parkverbote (Zeichen 299) aus, fünf Prozent durch das verbotswidrige Parken im verkehrsberuhigten Bereich (Zeichen 325) und vier Prozent betrafen das Parkverbot in Einmündungs- oder Kreuzungsbereichen. Unter sonstige Verstöße fallen insbesondere das Zuparken von Schwerbehindertenparkplätzen, Feuerwehrzufahrten oder abgelaufene Hauptuntersuchungen.

     Verkehrszeichen 325 (ProjektStadt)       Verkehrszeichen 286 (ProjektStadt)     Verkehrszeichen 283 (ProjektStadt)

                 Verkehrszeichen 315 (ProjektStadt)                                          Verkehrszeichen 299 (ProjektStadt)

Ständige Aufgabe der Städtischen Verkehrspolizei

Die Ergebnisse zeigen nicht nur einen ersten Einblick in die Aufgabenvielfalt der Städtischen Verkehrspolizei, sie unterstreichen ebenfalls, dass neben dem Kontrollschwerpunkt in der Kernstadt auch die übrigen Stadtteile im Blick behalten werden müssen.

Die Aufgaben werden hierbei nach dem Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main (Aktenzeichen 2 Ss-Owi 963/18 vom 20.01.2020), wonach der Einsatz von privaten Dienstleistern zur Überwachung des ruhenden Verkehrs gesetzeswidrig ist, ausschließlich durch die vorhandenen städtischen Bediensteten wahrgenommen. Diese erstatten nicht nur Anzeigen, sondern führen beispielsweise auch Abschleppmaßnahmen durch oder regeln bei Ampelausfällen und -wartungen oder Sonderveranstaltungen den Verkehr. Hierbei ist anzumerken, dass Abschleppmaßnahmen keine „erweitere Sanktion“ darstellen, sondern eine Störung beseitigen. Diese Abschleppmaßnahmen sind sehr zeitintensiv und können aufgrund notwendiger Prioritäten nicht so häufig durchgeführt werden, wie es oft wünschenswert wäre. Weitere wichtige Aufgabengebiete sind die Durchführung von Geschwindigkeitskontrollen prioritär in Tempo 30-Bereichen oder die Beseitigung nicht zugelassener Fahrzeuge. Der Städtischen Verkehrspolizei ist bewusst, dass letztere oft ein großes Ärgernis darstellen, weshalb die notwendigen Verwaltungsvorgänge in letzter Zeit massiv gestrafft wurden, um die Fahrzeuge möglichst zügig beseitigen zu können.

Dr. Ulrich Nothwang / Städtische Verkehrspolizei Frankfurt am Main
www.strassenverkehrsamt.frankfurt.de

BEWOHNERGRUPPEN

LEBENDIGER ADVENTSKALENDER

Damit die Adventzeit noch ein bisschen gemütlicher und gemeinschaftlicher wird, laden zahlreiche Familien in Nied zum Lebendigen Adventskalender ein. Freuen Sie sich auf viele stimmungsvolle Begegnungen. Organisiert wird das Projekt bereits zum 15. Mal von der evangelischen Kirchengemeinde Nied-Griesheim.

Alle Veranstaltungen im Rahmen des Lebendigen Adventskalenders (Plakat: Evangelische Gemeinde Nied)

ZUM NIKOLAUS IN DER LEBENSMITTELAUSGABE CARIMA 

Für den Nikolaus haben sich Ingrid Ruppel und Manfred Knoth (beides Ehrenamtliche im Projekt Soziale Stadt Nied) etwas ganz Besonderes ausgedacht: Alle Kunden der Lebensmittelausgabe sollten mit einer persönlich für sie gepackten Nikolaus-Tüte am 5.12.2025 zur Lebensmittel-ausgabe überrascht werden. 

Dazu riefen sie über das Quartiersmanagement zu Spenden auf – mit großem Erfolg! Rund 50 Tüten gaben Nieder und Niederinnen im Stadtteilbüro ab. Die Tüten waren prall gefüllt mit liebevoll geschriebenen Karten, Lebensmitteln, Weihnachtssüßigkeiten, Pflegeprodukten und einem Bausatz für ein Lebkuchenhaus. Die Besucher der Lebensmittelausgabe haben sich sehr gefreut. Auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön an alle Spenderinnen und Spender im Namen der Ehrenamtlichen der Lebensmittelausgabe und des Caritasverbands Frankfurt, Quartiersmanagement Nied.


          Nikolaus-Tüten Lebensmittelausgabe. Von links nach rechts: Hafize Canakci, Petra Glatzel, Manfred Knoth         
         (Caritasverband)

FACHGRUPPE MÜLL

EINDRÜCKE VOM WORLD CLEANUP DAY IN NIED

Am 19. und 20. September 2025 fand anlässlich des World Cleanup Day erneut eine groß angelegte Reinigungsaktion im Stadtteil Nied statt. Organisiert wurde die Aktion in diesem Jahr vom Quartiersmanagement Nied, unterstützt von zahlreichen engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie lokalen Einrichtungen.

Der Auftakt fand am Freitag statt. Alle Schulklassen der Niddaschule beteiligten sich tatkräftig an der Reinigung des Kerbeplatzes. Auch Familien aus der Übergangsunterkunft für Geflüchtete des ASB sammelten Müll rund um ihre Einrichtung – ein starkes Zeichen für eine saubere Umwelt. Am Samstag ging es weiter. Gut 40 Personen, von Oma und Opa bis zu den Enkeln, – alle sichtbar ausgestattet mit den leuchtenden Warnwesten der Aktion „Nieder gegen Müll“, trafen sich an fünf Sammelstellen in Nied, um gemeinsam Parks, Wege und Grünflächen von achtlos weggeworfenem Müll zu befreien – insbesondere in den Landschaftsschutzgebieten entlang von Main, Nidda und im Niedwald.

Und dabei wurde nicht nur gesammelt, sondern auch viel gelernt. Dass Müll nicht auf den Boden gehört, dass Umweltschutz bei kleinen Taten beginnt – und dass diese Werte am besten gemeinsam vermittelt werden, in der Schule, im Altenclub und bei praktischen Aktionen wie dieser. Lucy Yugi Leo schreibt dazu: „Meine Kinder und ich nahmen mit großem Engagement und Spaß teil. Education zum Thema Umwelt und Abfallmanagement z.B. Mülltrennung usw. erfolgt in den unterschiedlichen Bildungseinrichtungen. Theorie-Praxis-Transfer sind an Aktionstagen wie ‚World Cleanup Day‘ realisierbar. Kinder und Jugendliche sollten durch Eltern und Verantwortliche informiert, animiert und altersgerecht mitintegriert werden, denn ‚die Kinder von heute sind die Gesellschaft von morgen‘, ein Zitat des Dalai Lama.“ Die Fundstücke zeigten deutlich: Es ist nicht nur das Bonbon-Papier der Kleinen. Gesammelt wurden u.a. Ohrstäbchen und Zahnseide auf Gehwegen, Schnapsflaschen, Lachgasdosen und sogar Klodeckel im Gebüsch – hinterlassen von Erwachsenen.

Nach getaner Arbeit kamen die Teilnehmenden im Stadtteilbüro bei Kuchen und Kaffee, Suppe und Chili zusammen, spendiert von der AWO und engagierten Bürgern. Dabei kamen alte Bekannte ins Gespräch und neue Nachbarinnen und Nachbarn wurden herzlich integrierten schöner Abschluss für die gelungene Aktion.

Viele Nieder:innen packen mit an – Eindrücke von der Müll-Sammelaktion in Nied (Fotos: Steffi Müller-Dreieicher und Yugi Lucy-Leo)

ZU BESUCH BEI …

EHRENAMTLICHE "SOZIALBERATUNG FRANKFURT/ NIED"

Heute wollen wir acht engagierte Bürger*innen aus Nied und Umgebung, unser Projekt „Soziale Beratung“ vorstellen. Seit Anfang Februar 2025 haben wir uns als Team auf das Projekt „Soziale Beratung in Nied“, vorbereitet und mit aufgebaut. In unserem geschulten Team engagieren sich acht jüngere und ältere Menschen mit einem spezifischen beruflichen Hintergrund, einer individuellen Lebenserfahrung und hoher Motivation.

In den letzten Jahren wächst der Bedarf von Fragen in Bezug auf Hilfe und Unterstützung aus dem sozialen Bereich an. Vermehrt wurde Marja Glage, Quartiersmanagerin von besorgten Bürger*innen zu diesem Thema angesprochen. Und so entstand die Idee, dass zur Entlastung eine Beratungsstelle für soziale Fragen aufgebaut werden sollte.

Verantwortlich für dieses Projekt ist der Caritasverband Frankfurt, das Quartiersmanagement und die katholische Kirchengemeinde St. Hildegard in Nied. In Zusammenarbeit mit der Stiftung „Christen helfen“ wurde das Willkommenshäuschen in Nied-Süd etabliert.

Die „Soziale Beratung in Nied“ wird im Willkommenshäuschen, am Nahkauf, mittwochs von 16- 18 Uhr, angeboten. Ein passender Ort, wo Menschen leben, die nach Hilfe und Unterstützung fragen und wir begrüßen auch Ratsuchende aus der Nachbarschaft. In den Wintermonaten wird die Beratung in den Räumen in der Gemeinde St. Markus in Nied, durchgeführt.

Im Willkommenshäuschen werden unter der Woche regelmäßige Beratungen unterschiedlicher Träger angeboten. Am 5. Juli 2025 wurde die Soziale Beratung in Nied mit einer kleinen Eröffnungsfeier der Bevölkerung und Presse vorgestellt und eröffnet.

Wer Hilfe braucht, kann einfach ohne Termin vorbeikommen. Wir üben keine Rechtsberatung aus und vermitteln auch keine Wohnungen. Über genaues Zuhören und gezieltes Nachfragen versuchen wir uns, dem Anliegen der Ratsuchenden zu nähern. Wir Engagierten sind mit zwei Personen vor Ort, um Ratsuchende mit ihren unterschiedlichen Anliegen zu beraten und zu unterstützen.

Wir unterstützen beim Lesen und Verstehen von Briefen und helfen beim Ausfüllen von Anträgen, von Behörden, Ämtern, Krankenkassen usw. Zum Teil können wir Anliegen von Ratsuchenden zeitnah mit Behörden oder Institutionen telefonisch klären.

Was wir nicht können, ist Zaubern! Hilfreich ist es, wenn uns Ratsuchende Unterlagen vorlegen können, so können wir gezielter aktiv werden. Wir nehmen jeden mit seinen Nöten, Sorgen ernst und bringen ihnen Diskretion und Respekt entgegen. Ebenso nehmen wir unsere eigenen Grenzen sehr ernst und wünschen uns gegenüber Respekt.

Wir als Team erfüllen unseren Auftrag nach der Devise „Hilfe zur Selbsthilfe‘. Unsere Intension ist es, das soziale Leben und Miteinander im Stadtteil zu fördern. Es können auch persönlichere Anliegen angesprochen werden. Wir verweisen auf psychosoziale Beratungsstellen oder Suchtberatungsstellen und vermitteln Trauergespräche.

Die Bürger*innen bringen einige verschiedene Anliegen mit, zum Beispiel: zur Grundsicherung/ auch im Alter, zur Teilhabe und zum Wohngeld. Migration, Sprachkurse, Aufenthalt sind Themen und Wohnsitzlose die nach einer Notunterkunft fragen. Bürger*innen haben auch Fragen rund um das Thema Pflege und pflegende Angehörige. Die Verringerung von Armut sind herausfordernde Themen in unserem Stadtteil, gerade jetzt und eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Wir sind gespannt, wie sich unser Projekt in der Zukunft weiterentwickelt!

Das Team von der „Ehrenamtlichen Sozialen Beratung“ im Willkommenshäuschen

SPRECHSTUNDE QUARTIERSMANAGEMENT

          Dienstag          10:00-12:00 Uhr

            Donnerstag      16:00-18:00 Uhr

TERMINE UND VERANSTALTUNGEN IM DEZEMBER

 
CariMa
Caritas-Markt für Leib und Seele
Lebensmittel kostenfrei für Alle Stadtteilbüro Nied, Alt-Nied 13
dienstags und freitags   09:00 - 12:00 Uhr
Fairteiler
Öffentlicher Schrank mit geretteten Lebenmitteln
Ev. Apostelkirche, Heusingerstr. 1
täglich geöffnet Link zur WhatsApp-Gruppe

https://chat.whatsapp.com/
G6NgBciWdfv3MA98HmDcGq

Sprachkurs Deutsch kostenfrei Stadtteilbüro Nied, Alt-Nied 13

dienstags und freitags

 17:30 - 19:30 Uhr


Ehrenamtliche Sozialberatung
Nieder Kirchweg 12 (Eingang rechts
vom Gebäude) 

jeden Mittwoch 16:00 - 18:00 Uhr

Sitzung des Beirats Soziale Stadt Nied 

2026: 
04.02, 15.04., 17.06., 19.08., 21.10., 02.12.
18:00 - 20:00 Uhr

Spaziergang für ältere Menschen
Treffpunkt:
Stadtteilbüro Nied, Alt-Nied 13
Donnerstag
18.12.
11:00 Uhr
 13.12. und 14.12.2025 von 14:30 bis 15:30 Uhr
Workshop Malen und Basteln
Einfach vorbeikommen und mitmachen.